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ÜBER DEN FORMAT FILMKUNST E.V.

In ihrer nördlichen Innenstadt besitzt die Stadt Halle (Saale) ein kleines Juwel: Die Filmsammlung des Format Filmkunstverleihs. Die Sammlung besteht derzeit aus über 19.000 Filmen und stellt damit die größte Filmsammlung Mitteldeutschlands dar. Sie umfasst vor allem Independent- und Arthouse-Filme, komplette Kollektionen diverser Filmschaffender und besondere cineastische Raritäten, die sonst kaum mehr zu sehen sind. Eine detaillierte Suche durch die Sammlung bietet die Suchfunktion. Viel Spaß beim Stöbern und Entdecken!
Aktuell droht mit der Geschäftsaufgabe des bisherigen Verleihs die Auflösung (s)eines Kulturguts. Darum haben wir im März 2024 den Format Filmkunst e.V. gegründet. Wir haben das Ziel, die einzigartige Filmsammlung zu erhalten und auch in Zukunft weiter anwachsen zu lassen. Allen Film- begeisterten und Neugierigen wollen wir diese zugängig machen und damit einen lebendigen Ort im Zentrum der Stadt bieten: Zum Stöbern, Sich-Austauschen und um bei thematischen Filmabenden oder anderen Formaten in die Welt des Films einzutauchen. Doch um dies zu ermöglichen, brauchen wir Ihre Unterstützung! Wir rufen alle filmbegeisterten Menschen dieser Stadt auf, Mitglied des Format Filmkunst e.V. zu werden, ihn finanziell zu unterstützen und auch als künftige ausleihende Kunden dabei zu bleiben!

Wie das geht, erfahren Sie über unseren Vereins-Newsletter oder per Mail an verein@format-filmkunst.de

Unsere Vereinssatzung gibt es hier zum Nachlesen: Satzung Format Filmkunst e.V.

"Ich komme wieder."

Arnold Schwarzenegger (Terminator, 1984)

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Verein
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Forest

MITGLIEDSCHAFT

tresenplakat
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Sieben gute Gründe für eine Mitgliedschaft im Format Filmkunst e.V.:

1. Vielfältige Filmauswahl: Der Format Filmkunst e.V. bietet eine umfangreiche Sammlung an Filmen, die weit über das Angebot gängiger Streaming-Dienste hinausgeht. Hier findet man echte Filmschätze, Klassiker und Raritäten, die online oft nicht verfügbar sind, denn gerade einmal 2% der Filme, die im Format zu finden sind lassen sich auch online streamen!

2. Lokale Unterstützung: Der Verein ergänzt die lebendige Kulturlandschaft in Halle und bietet einen attraktiven Ort im Zentrum der Stadt.

3. Persönliche Beratung: Im Verleih gibt es durch den unmittelbaren Kontakt mit erfahrenen Mitarbeitenden individuelle Beratungen fĂŒr alle Filmliebhaber*innen. Diese persönliche Note kann kein Algorithmus ersetzen. Außerdem lassen sich viel Zeit und Nerven sparen, weil das (nächtliche) Scrollen durch Streaming-Menüs wegfällt.

4. Gemeinschaftstreffpunkt: Der Verleih dient als kultureller Treffpunkt fĂŒr Filmfans, wo man sich austauschen, diskutieren und neue Freundschaften knüpfen kann. Sie ist ein demokratiestärkender Ort des sozialen Miteinanders.

5. Zugang fĂŒr alle: Der Format Filmkunst e.V. stellt sicher, dass Filme fĂŒr alle zugänglich sind und bleiben und nicht aus dem Programm genommen, verändert oder zensiert werden.

6. Unterstützung von Filmkunst: Durch die Förderung und den Verleih von weniger bekannten oder unabhängigen Filmen trägt die Videothek zum Erhalt und zur Verbreitung der Filmkunst bei.

7. Nachhaltigkeit: DVDs und Blu-rays können immer wieder ausgeliehen und genutzt werden, was langfristig eine nachhaltigere Alternative zum ständigen Streamen ist, das erhebliche Mengen an Energie verbraucht.

Mitglieder leihen 2 Filme pro Tag kostenlos! Bei einer Familien-/Gruppenmitgliedschaft sind es 4 Filme pro Tag.

Die Ausleihdauer betrĂ€gt 7 Tage. FĂŒr Medien aus der Rubrik Neuheiten betrĂ€gt die Ausleihdauer maximal 2 Tage. Bei verspĂ€teter RĂŒckgabe betragen die NachzahlgebĂŒhren 1,00 € pro Film/Tag.

Folgende Mitgliedschaften sind im Format Filmkunst e.V. möglich:

Einzelmitgliedschaft: 120 Euro/Jahr.

ErmĂ€ßigte Einzelmitgliedschaft1: 60 Euro/Jahr.

Familien-/Gruppenmitgliedschaft2: 180 Euro/Jahr.

Fördermitgliedschaft I3: 180 Euro/Jahr.

Fördermitgliedschaft II3: 240 Euro/Jahr.

Juristische Mitgliedschaft (gemeinnĂŒtzig): 180 Euro/Jahr.

Juristische Mitgliedschaft (nicht gemeinnĂŒtzig): 240 Euro/Jahr.

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FĂŒr Nicht-Mitglieder kostet eine Einzelausleihe ĂŒber Nacht 5 €. Die Ausleihdauer betrĂ€gt maximal 1 Tag. Bei verspĂ€teter RĂŒckgabe betragen die NachzahlgebĂŒhren 2,50 € pro Film/Tag.

Die Mitgliedschaft steht allen ab einem Alter von 16 Jahren offen.

1Eine ermĂ€ĂŸigte Mitgliedschaft ist fĂŒr alle ordentlichen Mitglieder möglich, wenn sie: eine Schule besuchen, ein Studium oder eine Berufsausbildung absolvieren oder einen Bundesfreiwilligen Dienst leisten, sowie Personen mit dem Halle-Pass A und den Halle-Pass G. Ein Nachweis fĂŒr die ermĂ€ĂŸigte Mitgliedschaft ist als Kopie der BeitrittserklĂ€rung hinzuzufĂŒgen.

2Eine Familien/ Gruppenmitgliedschaft (ab 16 J.) kann fĂŒr mehrere Personen im gleichen Haushalt abgeschlossen werden.

3Fördermitglieder sind Vereinsmitglieder die monatlich einen erhöhten Beitrag leisten.

In unserer Beitragsordnung findest du alle weiteren wichtigen Informationen: Beitragsordnung

Hier findest du die BeitrittserklĂ€rung zum AusfĂŒllen: BeitrittserklĂ€rung

Hier findest du die BeitrittserklĂ€rung fĂŒr Körperschaften zum AusfĂŒllen: BeitrittserklĂ€rung Körperschaft

Hier findest du die NutzungserklĂ€rung fĂŒr eine Probemitgliedschaft zum AusfĂŒllen: NutzungserklĂ€rung Probemitgliedschaft

Hier findest du die NutzungserklĂ€rung fĂŒr Nichtmitglieder zum AusfĂŒllen: NutzungserklĂ€rung fĂŒr Nichtmitglieder

Die BeitrittserklĂ€rung kann einfach per Mail an verein@format-filmkunst.de oder per Post an uns zurĂŒckgeschickt werden.


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SPENDEN

Spendenfortschritt (Ziel: 100.000 €)

100.060 €

Lieblingsfilme fĂŒr eine Handvoll Dollar

Um die besondere Filmsammlung des Format Filmkunstverleihs in Halle (Saale) zu erhalten, ist Deine UnterstĂŒtzung jetzt notwendig. Um den Ankauf der Sammlung zu ermöglichen und damit eine Übernahme durch den Verein zu sichern benötigen wir eine Gesamtumme von 100.000 Euro. »FĂŒr eine Handvoll Dollar« kannst Du deshalb ab sofort Deine Lieblingsfilme retten!

Deine Spende an den Format Filmkunst e. V. kannst Du ĂŒberweisen auf das SPENDENKONTO

Kontoinhaber: Format Filmkunst e.V.

Verwendungszweck: Freie Spende

Bank: Saalesparkasse

IBAN: DE48 8005 3762 1894 1447 55

BIC: NOLADE21HAL

oder auf unser PAYPAL-SPENDENKONTO

Eine Spendenbescheinigung stellen wir gerne auf Anfrage aus.

Deine Mitgliedschaft brauchen wir schon jetzt!

Neben dem Ankauf der Filmsammlung gibt es fĂŒr uns schon jetzt laufende Kosten, die wir fĂŒr den Erhalt des Formats decken mĂŒssen. Darum sind wir bereits jetzt auf eure Mitgliedschaft angewiesen und bitten euch daher alle, noch in diesem Jahr zum frĂŒhstmöglichen Zeitpunkt eine Mitgliedschaft im Format Filmkunst e.V. abzuschließen, denn jeder Euro hilft uns, die Miete und andere laufende Kosten zu decken.

FĂŒr das laufende Kalenderjahr 2024 wĂŒrdet ihr anteilig, je nach gewĂ€hlter Mitgliedschaft, einen Betrag bezahlen. FĂŒr ein regulĂ€re Einzelmitgliedschaft, die jetzt im August abgeschlossen werden wĂŒrde, wĂŒrde das beispielsweise bedeuten, dass ihr 50 Euro zahlen wĂŒrdet.

Wir haben nun einen steinigen Übergangsprozess von privatem Ladenbetrieb zu vereinsgefĂŒhrtem Verleih vor uns, da wir als Verein mit der Übernahme des Verleihs direkt zahlungsfĂ€hig sein mĂŒssen, um handlungsfĂ€hig bleiben zu können. Eure UnterstĂŒtzung, finanziell (Spende + Mitgliedschaft) wie auch anderweitig, ist also jetzt besonders gefragt! Teilt gerne alle Neuigkeiten zum Verein und zur Spendenkampagne und verschenkt zu Weihnachten doch im Familien- und Freundeskreis zahlreiche Mitgliedschaften im Format Filmkunst e.V., denn darĂŒber freuen sich alle!

TERMINE

“Cooper & Co. Der wilde Westen im Film”

Das Buch heißt: “Cooper & Co. Der wilde Westen im Film” und ist im Osburg Verlag Hamburg im MĂ€rz 2026 erschienen. Der Autor heißt Wolf Kampmann und wohnt in Berlin.
Es geht um die Buchvorstellung, keine Lesung. Diese soll am 18. Mai im Puschkino um 20.00Uhr stattfinden. Den Ticketpreis wĂŒrde ich besser weglassen, wer weiß, was Torsten da noch einfĂ€llt. Das einfĂŒhrende GesprĂ€ch wird Judith Behrens mit dem Autor fĂŒhren. Es wird auch einen Buchverkauf nach dem Film geben und Wolf Kampmann wird die gekauften BĂŒcher auch signieren.
Anschließend zeigen wir den Western “Einsam sind die Tapferen”. Das War der Wunsch des Autors.
Die folgenden Texte habe ich von der Verlagsseite einfach kopiert. Ebenso das Coverfoto. Rechtlich werden wir da keine Probleme bekommen; das kann ich regeln, da ich mit dem Verlagsleiter gut bekannt bin.
Wann immer der Western als Filmgenre totgesagt wird, erlebt er eine neue BlĂŒte. Woran liegt das? Die Antwort ist einfach. Der Plot des Westerns ist so alt wie die Kulturgeschichte der Menschheit. Es ist die ewige Fabel von JĂ€ger und Gejagtem, Treue und Verrat, Moral und Verwerflichkeit, Mensch und Natur. Sie findet sich wieder in jenen Geschichten von der imaginĂ€ren, sich fortwĂ€hrend von Osten nach Westen verschiebenden Frontier und dem immer wiederkehrenden Good Bad Man, der sich ĂŒber seine zweifelhafte Vergangenheit hinwegsetzt und zum BeschĂŒtzer der Guten und Schwachen aufwirft. So geschehen in den Western der Stummfilmepoche, den amerikanischen Western der McCarthy Ära, des Korea- und Vietnamkriegs, dem Italowestern und den deutschen Karl-May- und DEFA-Indianerfilmen, dem modernen und internationalen Western. Mit diesen Filmen sind so legendenhafte Filmstars wie John Wayne, Gary Cooper und Clint Eastwood, aber auch Franco Nero, Pierre Brice und Gojko Mitić verbunden. Kaum ein anderes Genre ist so klischeebeladen wie der Western, und doch fĂŒhrt gerade der Western oft seine eigenen Klischees hĂ€misch grinsend ad absurdum. Und der Western ist vielfarbiger, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Die Rolle der Frau, der Indigenen, der Afroamerikaner oder Mexikaner hat sich im Lauf eines Jahrhunderts gewandelt, mit Themen wie HomosexualitĂ€t und HomosozialitĂ€t wird, wenn auch zaghaft, immer offener umgegangen.
Wolf Kampmann, geboren 1962, ist ein deutscher Kulturjournalist, Romanautor, Radiomacher und Hochschullehrer. Bei Reclam veröffentlichte er Jazz – eine Geschichte von 1900 bis ĂŒbermorgen und als Autor und Herausgeber das Jazz Lexikon, bei Rowohlt gemeinsam mit Siegfried Schmidt-Joos das Rocklexikon. Im Osburg Verlag erschienen die beiden Romane Gustav und SchuhbrĂŒcke.

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Kurzsuechtig - Mitteldeutsche Kurzfilmnacht

Mo 03.12.2025 / 19:30 Uhr / Format Filmkunstverleih in der Geiststraße 21

Mitteldeutsche Kurzfilmnacht

Ein modernes MĂ€rchen ĂŒber eine Lehrerin, die keine mehr sein möchte. Die Geschichte einer Großmutter im sowjetischen Straflager. Ein mythologischer Blick auf Parasiten, die monokulturelle WĂ€lder befallen und unsere Umwelt verĂ€ndern. Die schwere Frage: Was tun, wenn auf der Party das Salz alle ist und die Polizei vor der TĂŒr steht? Kurzfilme ziehen euch hinein, in Geschichten, in Erfahrungen, unterschiedlichste RealitĂ€ten, ganz nah und unmittelbar, in wenigen Minuten.

Die Mitteldeutsche Kurzfilmnacht zeigt eine Auswahl der besten Kurzfilme aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und ThĂŒringen in den Kategorien Animation, Dok, Fiktion und Experimental, ausgezeichnet beim diesjĂ€hrigen KURZSUECHTIG Kurzfilmfestival.

Die KurzfilmnĂ€chte widmen sich exklusiv dem Schaffen mitteldeutscher Filmemacherinnen und Filmemacher. Die Filme setzen sich mit Herkunft, der GefĂŒhlswelt junger Menschen, aber auch mit aktuellen gesellschaftlichen Debatten auseinander.

PROGRAMM:

"Zuhause ist dort, wo die SternfrĂŒchte sauer sind"

Die Beziehung zwischen Huy und seinen Eltern ist kompliziert. GesprĂ€che ĂŒber die eigene Geschichte fallen schwer. Um seinen Eltern nĂ€her zu kommen, sucht Huy Antworten bei seinen Großeltern in Vietnam.

Huy Nguyen | 2024 | 24:20 | Dresden

"Les Rites de Passage"

Eine Aschewolke landet sanft in den Wogen eines Flusses. Ins Innere eines Baumes dringt Licht durch Myriaden von Löchern. Monokulturelle WĂ€lder werden von Parasiten befallen und bilden nun den NĂ€hrboden fĂŒr kommende Lebensformen. Ein Film ĂŒber irdische und mythologische Passagen von Werden und Vergehen.

Johannes Krell, Florian Fischer | 2024 | 14:41 | Harz / Leipzig

"Gezielt Mittelalterliche Überlegungen"

Nachdem Frau Schröder auf einem Schulausflug den SchĂŒler Benny anbrĂŒllt, geht sie nicht mehr zum Unterricht, sondern lebt in den Tag hinein. Als sie ein GerĂŒcht um einen ausgebĂŒxten BĂ€ren erreicht, beschließt sie, der Sache auf den Grund zu gehen und zieht durch die leere Kleinstadt.

Paula Weise, Finn Weigt | 2024 | 25:26 | Erfurt / KyffhÀuser

"я ĐżŃ€ĐžŃˆĐ»Đ° – Ich bin angekommen"

Zwei Schwestern rekonstruieren die Erinnerungen ihrer in der Ukraine geborenen Großmutter, die in der Sowjetunion als VolksverrĂ€terin zu Zwangsarbeit verurteilt wird. Im GesprĂ€ch mit der Großmutter und der Mutter entsteht ein Dialog dreier Generationen ĂŒber Krieg, Vertreibung, Mutterschaft und Verlust.

Anna & Lea Hardock | 2024 | 28:57 | Leipzig / Dresden | FSK 16

"Lonely Mouth"

Quinn hat einen magischen KĂŒhlschrank, der stĂ€ndig mit neuen exotischen Köstlichkeiten gefĂŒllt ist. Ihr Leben und das der Menschen um sie herum dreht sich um Luxus, Lust und Ekstase. Doch der KĂŒhlschrank geht kaputt und erfordert einen genaueren Blick auf den Ursprung der Delikatessen.

Omani Frei | 2023 | 06:37 | Dresden

"SpÀtsommer 91"

Eine Geburtstagsfeier im Erzgebirge Anfang der 90er-Jahre, festgehalten von einer Videokamera, die niemand richtig bedienen kann. Viel Bier und alberne Grimmassen. Doch dann kippt die Stimmung: Die Band spielt nur noch Blues, das Salz ist alle und die Polizei steht vor der TĂŒr.

Olaf Held | 2024 | 02:58 | Chemnitz / Erzgebirge

LĂ€nge: 103 Minuten

FĂŒnf Abende zu Antisemitismus im Film und Filme gegen Antisemitismus

Filme transportieren wie kaum ein anderes Medium Weltbilder in unsere Alltagskultur. Sie haben das Potential, uns ĂŒber den Horizont schauen zu lassen und uns unbekannte Welten oder Denkweisen zu zeigen. Andererseits können sie aber auch Vorurteile reproduzieren, die wir eigentlich ĂŒberwinden wollen.

Eines der lebensbedrohlichsten Vorurteile und WelterklĂ€rungsmodelle ist Anti­semitismus, der Glaube an eine jĂŒdische Weltverschwörung. In Halle (Saale) hatte er zuletzt am 9. Oktober 2019 in einem rechten Anschlag tödliche Konsequenzen.

Filme haben ĂŒber Jahrzehnte hinweg antisemitische Vorstellungen mitgeprĂ€gt und tun es bis heute, teils offen, teils in Form scheinbar harmloser Stereotype – oder sie brechen bewusst mit ihnen. Die Filmreihe „Tacheles – Antisemitismus im Blick“nimmt genau diesen Zusammenhang in den Fokus. In einem niedrigschwelligen Format bringt sie Lang- und Kurzfilme mit VortrĂ€gen und moderierten GesprĂ€chen zusammen. Thematisiert werden antisemitische KontinuitĂ€ten in Gesellschaft und Film vom 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Sei es das Aufkeimen des Antisemitismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts, das in der Vernichtung des europĂ€ischen Judentums mĂŒndete, die verschiedenen Wege der Aufarbeitung danach oder das Leben der Überlebenden und RĂŒckkehrer:innen, die auch in den Nachkriegsgesellschaften erneut staatlichem und strukturellem Antisemitismus ausgesetzt waren, bis hin zu aktuellen Formen, mit denen heute nach Deutschland eingewanderte JĂŒdinnen und Juden konfrontiert sind, zuletzt verstĂ€rkt durch die islamistische Gewalt des 7. Oktober 2023.

Wir laden dazu ein, Antisemitismus aus unterschiedlichen historischen und aktuellen Perspektiven kritisch zu betrachten, genau hinzuschauen und zu hinterfragen.

Format Filmkunst e.V. in Kooperation mit ECHO Halle und in UnterstĂŒtzung des WIR-Festivals. Die Reihe wurde gefördert durch HALLIANZ fĂŒr Vielfalt, durch das Bundesministerium fĂŒr Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Förderprogramms Demokratie Leben! sowie dem Land Sachsen Anhalt.

#5 Kurzfilme gegen Antisemitismus

Mo 17.11.2025 / 18 Uhr / Format Filmkunstverleih

GeschĂŒttelt oder gerĂŒhrt? Dieser filmische Cocktail lĂ€sst keinen Platz fĂŒr Klischees.

Die Kurzfilme dieses Abends zeichnen eine Linie durch die Geschichte antisemitischer Erfahrungen: von der Shoah ĂŒber den staatlich geförderten Antisemitismus in der Sowjetunion bis in die Gegenwart. Sie erzĂ€hlen von fehlender Aufarbeitung nach 1945, vom Alltag sowjetischer JĂŒdinnen und Juden und von der heutigen Situation jĂŒdischer Immigrantinnen – auch aus der ehemaligen Sowjetunion – in Deutschland. Ein filmischer Abend ĂŒber historische KontinuitĂ€ten, erinnerungspolitische BrĂŒche und ĂŒber junge Stimmen, die sich dem Vergessen widersetzen.

#4 Die Stadt ohne Juden

So 09.11.2025 / 14 Uhr / Puschkino

Stummfilm mit Livemusik

AnlĂ€sslich des Jahrestags der Reichspogromnacht zeigen wir ein frĂŒhes und eindringliches filmisches Zeugnis gegen Antisemitismus – erschreckend vorausschauend und historisch bedeutsam: Die Stadt ohne Juden – der österreichische Stummfilm aus dem Jahr 1924 des Regisseurs H. K. Breslauer nach dem Roman von Hugo Bettauer. Die VorfĂŒhrung wird live von Musikern des Jazzkollektiv Halle e.V. begleitet.

Reservierungen per info@puschkino.de oder Tel: 0345-13252299

#3 Professor Mamlock und Juden in der DDR

Mo 03.11.2025 / 17.30 Uhr / Puschkino

Zwischen Antifaschismus und RealitÀt

„Professor Mamlock“ von 1961 (Regie: Konrad Wolf) mit anschließendem FilmgesprĂ€ch.

Der Spielfilm „Professor Mamlock“ schaffte es zu einiger Bekanntheit, als wichtiges DEFA-Filmerbe der 1960er Jahre mit vielen markanten Drehorten im Halleschen Stadtbild. Sein Regisseur, Konrad Wolf, war der bedeutendste Filmemacher der DDR – Und es lohnt sich, den Film auch als sprechendes Zeitzeugnis zu betrachten: denn er erzĂ€hlte einem DDR-Publikum von der Ausgrenzung und Verfolgung von JĂŒdinnen und Juden im Nationalsozialismus. Professor Mamlock ist die markante Hauptfigur im Kampf gegen die alltĂ€gliche Stigmatisierung der Juden, die Gewalt auf den Straßen einer ungenannten Stadt und eine dazu schweigende Gesellschaft. Dabei wurde die jĂŒdische IdentitĂ€t der Opfer des Holocaust in der antifaschistischen Erinnerungskultur und staatlichen Gesellschaftspolitik der DDR nach 1949 marginalisiert. Überlebende des Holocaust und ihre Nachkommen fĂŒhrten ein prekĂ€res Dasein zwischen ihrer jĂŒdischen IdentitĂ€t und dem Bekenntnis zur sozialistischen Staatsideologie. Doch welche Wege der Selbstbehauptung zeigt der Film auf? Welche Wege schlugen JĂŒdinnen und Juden im ostdeutschen Nachkriegsstaat ein? Wie sah das jĂŒdische Leben in der DDR in Halle aus? Im anschließenden FilmgesprĂ€ch gehen wir dem gemeinsam nach.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Projekt Echo Halle statt.

#2 Juden in Halle

Di 28.10.2025 / 18 Uhr / Format Filmkunstverleih

Filmabend & GesprĂ€ch zur Geiststraße 21

Der Film Juden in Halle, enstanden 2007 in Auftrag des ZeitGeschichte(n) e.V., gibt anhand von Archivmaterial und Interviews einen Überblick ĂŒber die fast 1.000-jĂ€hrige Geschichte jĂŒdischen Lebens in Halle.

Prof. Max Schwab und Josef Kahlberg gehörten zu den Wenigen, die der mörderischen Verfolgung der Nationalsozialisten entgingen. Sie berichteten in dem Film ĂŒber die Vertreibung und Ermordung hallescher Juden, aber auch von der Hilfe einzelner Hallenser. Gudrun Goeseke verhinderte in der DDR die Vernichtung des Archivs der JĂŒdischen Gemeinde und unterstĂŒtzte die Recherchen zu den Stolpersteinen fĂŒr Halle.

#1 Antisemitismus im Film

Di 21.10.2025 / 18 Uhr / Format Filmkunstverleih

Zwischen Unsichtbarkeit und Tabuisierung (Vortrag mit Filmausschnitten)

Viele denken bei diesem Thema vor allem an nationalsozialistische Propagandafilme. Aber Antisemitismus spielt im filmischen ErzĂ€hlen auch heute noch eine Rolle, wenn auch vielfach implizit, subtil und mitunter widersprĂŒchlich.

Die Film- und Medienwissenschaftlerin Lea Wohl von Haselberg schÀrft den Blick auf die filmische Reproduktion antisemitischer Bilder.

„Pop! Goes my Heart — Meine Popkultur in acht Wimmelbildern“

Vom 2. Oktober bis 3. November wird ein Teil meines Illustration-Diplomprojekts „Pop! Goes my Heart“ im Schaufenster des Format Filmkunst e.V. zu sehen sein und das ganze Buch kann zu den Öffnungszeiten des Filmverleihs in Ruhe angeschaut werden. Am Donnerstag den 02. Oktober gibt es um 17 Uhr eine kleine Eröffnung, kommt gerne vorbei! Gleichzeitig sind die Schaufenster des Formats auch Teil des @wir_festival_halle und meine Ausstellung somit auch.
Um was gehts in meinem Diplomprojekt? Aus dem Wunsch heraus die ganze Popkultur darstellen zu wollen ist Jolanda Olivia ZĂŒrchers Diplomprojekt „Pop! Goes my Heart — Meine Popkultur in acht Wimmelbildern“ entstanden: Eine bunte Sammlung an Referenzen, Eastereggs und Wortspielen — mit PhĂ€nomenen aus drei Jahrhunderten, wie dem Club 27, dem Summer of Love, der BRAVO, Star Wars, Miss-Wahlen, Monopoly, der RAF und Madame Tussauds.

Surrealistischer Kurzfilmabend

Samstag 9.8.2025 / 19:30 Uhr / Format
Unser Gastmoderator Hermann Breitenborn (vom Filmpodcast "Ja, hier... Filme.") lÀdt uns ein auf eine Reise durch ein ganzes Jahrhundert ganz besonderen Kunstschaffens. Wir starten mit Man Ray im Jahre 1926 und landen mit Juliane Jaschnow und Stefanie Schroeder im Mitteldeutschland der Gegenwart.

Hier geht es zum Podcast "Ja, hier...Filme".

Max Ernst: Mein Vagabundieren – Meine Unruhe

Dienstag 8.7.2025 / 19:00 Uhr / Puschkino
In unserer beliebten Reihe Filmkunst – Kunst im Film zeigen wir die preisgekrönte Filmbiografie des Malers, Grafikers und Bildhauers Max Ernst (1891-1976) unter der Regie von Peter Schamoni aus dem Jahr 1991. Unser Mitglied Walter Martin Rehahn gibt auch an diesem Abend wieder eine kurze EinfĂŒhrung.

Fete de la Musique im Format

Zum ersten Mal dabei – der Format Filmkunst e. V. bei der FĂȘte de la Musique Halle!
Am 21. Juni 2025 öffnen wir ab 19:30 Uhr die TĂŒren fĂŒr einen besonderen Abend:
Ein Abend, der beginnt mit Jazz – poetisch, verspielt, intensiv.
đŸŽ™ïž Das Jazzkollektiv Halle um SĂ€ngerin Domenica Pottel stellt Fragen, auf die ihr keine Antworten erwartet – und findet sie in Musik zwischen Paris, Bauchschmetterlingen und einem faulen Vogel im Sturm.
đŸŽžïž Ab 22:00 Uhr: Der Stummfilmklassiker "Der Mann mit der Kamera" trifft auf die moderne Klangwelt von SilentFilmDJ D’dread – live vertont.
Ob Musikliebhaberin, Cineastin oder einfach neugierig – wir laden euch ein, mit uns die lĂ€ngste Nacht des Jahres zu feiern.
📍 Format Filmkunst e. V. – 21.06.2025, ab 19:30 Uhr Instagram: @erlebnisfabrikhalle Facebook: FĂȘte de la Musique Halle Website: www.fete-halle.de

Der Format Filmkunst e.V. feiert Geburtstag

Der Format Filmkunst e.V. feiert Geburtstag in der Drushba in Halle in der Kardinal-Albrecht-Straße 6

Local Shorts #1

Der Format Filmkunst e.V. prĂ€sentiert im Format animierte Kurzfilme von FilmkĂŒnstlerinnen und -kĂŒnstlern aus der Region. Wir freuen uns auf Werke von Alica Khaet, Gunther Schumann, Nati Golan und Lado Khartishvili sowie anschließende GesprĂ€che mit ihnen ĂŒber ihren Schaffensprozess.

VereinshĂŒtte auf dem Weihnachtsmarkt

Visioni Sarde - Sardegna in Tour

Es werden sieben Kurzfilme (Italienisch mit englischen Untertiteln) gezeigt mit dem Ziel, der Welt Sardinien durch das Kino nĂ€her zu bringen. Einige der Filme wurden wegen ihrer hohen Ausdruckskraft ausgewĂ€hlt, andere wegen ihres einzigartigen ErzĂ€hlstils und wieder andere wegen der KreativitĂ€t und OriginalitĂ€t, mit der Ereignisse, Situationen, Figuren, Emotionen und GefĂŒhle beschrieben werden. Weine und sardische SpezialitĂ€ten können verkostet werden.

EinfĂŒhrung: Maria Giuliana; Grußworte: Beppo Brandenburger (Vorsitzender Format Filmkunst e. V.), Antonella Soro (Mitglied Format Filmkunst e. V.)

Eintritt frei.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Programms "Italienischer Herbst" in Kooperation mit und zur UnterstĂŒtzung des Vereins Format Filmkunst e.V., Halle, gefördert von der Autonomen Region Sardinien.

PrÀsentiert vom Format Filmkunst e.V.

Im Format Filmkunst e.V. am 18.10.2024 um 21:30 Uhr: Im Rahmen der kritischen EinfĂŒhrungswochen der Martin-Luther-UniversitĂ€t Halle Wittenberg.

Euch erwartet ein Überraschungspaket ausgewĂ€hlter Kurzfilme mit GesprĂ€ch zu den Krisen unserer Welt. Das Medium Film zeigt sich dabei in den prĂ€sentierten Filmen als eine spezifische BewĂ€ltigungsstrategie, um Chaos, Gewalt, Rassismus und Umweltzerstörung zu verhandeln.
Wir prĂ€sentieren die Kurzfilmnacht in den RĂ€umlichkeiten des Format Filmkunstverleihs in der Geiststraße 21 in Halle (Saale). Vorher und Nachher können wir uns zum Thema und zu anderen Belangen des Vereins in schöner Runde und FilmatmosphĂ€re unterhalten. Wir freuen uns ĂŒber euren Besuch.

Eintritt frei.

Hier geht es zur Webseite der kritischen EinfĂŒhrungswochen.

"Caspar David Friedrich - Grenzen der Zeit"

Ein vielfach preisgekröntes, authentisches Filmdokument ĂŒber den bedeutendsten Maler der deutschen Romantik: Caspar David Friedrich (1774-1840).
Intrigen und Arroganz seiner Zeitgenossen beeinflussten Friedrichs Leben auf tragische Weise. Weil er die Grenzen seiner Zeit ĂŒberschreiten wollte, wurde er von seinen Zeitgenossen, denen seine Bilder zu revolutionĂ€r erschienen, verkannt oder fĂŒr verrĂŒckt erklĂ€rt.
Der Film zeigt die Erlebnisse und Landschaften, die den Maler inspirierten und schildert zugleich welchen Intrigen Friedrich durch seine bornierte Umwelt ausgesetzt war. Der Spielfilm „Caspar David Friedrich -Grenzen der Zeit“ entstand 1986 in Koproduktion mit der DEFA. Dem Regisseur Peter Schamoni ist es gelungen, stimmungsvoll jene Landschaften zu zeigen, die in den GemĂ€lden Friedrichs wiederzufinden sind. Neben RĂŒgen und Greifswald auch die „SĂ€chsische Schweiz“, wohin der Maler immer wieder von Dresden aus reiste.
Der Film wurde mit dem PrÀdikat "Besonders wertvoll" ausgezeichnet, erhielt 1987 den Bundesfilmpreis in Gold und beim Kunstfilmfestival in Montreal den 1. Preis.

Kooperation von Puschkino und Format Filmkunst e.V. - mit einer EinfĂŒhrung von Walter-Martin Rehahn (Kunstbeauftragter des Evangelischen Kirchenkreises Halle-Saalkreis)

Caspar David Friedrich - Grenzen der Zeit, DE 1986, Regie: Peter Schamoni mit: Helmut Griem, Otto Sander, Udo Samel, Lothar Blumhagen, Sabine Sinjen, Hans Peter Hallwachs, Wolfgang Greese, 85 Min.

Hier geht es zum Film im Puschkino.

11.10.2024: Dominik Galizia's "Rock'n'Roll Ringo"

PrÀsentiert vom Format Filmkunst e.V. am 11.10.2024 im Puschkino in Halle (Saale):

Ringo Fleisch, GerĂŒstbauer aus Herne, verliert seinen Job und fĂ€ngt als Aushilfskraft auf der Kirmes an. Dort verfĂŒhrt ihn Schausteller FrĂ€nkie, eine Karriere als Kirmesboxer zu machen. Zum ersten Mal verlĂ€sst Ringo seine Heimat, geht mit dem Rummel auf Reisen. Die Kirmesfamilie verĂ€ndert Ringos Leben.
FrĂ€nkie wird sein Mentor, lockt ihn mit schnellem Geld und einem Starstatus auf der Kirmes. Jenny vom Autoscooter zeigt ihm das schnelle Leben der Kirmes. Von Kampf zu Kampf taucht Ringo tiefer in die Kirmesfamilie ein. Der Große Hainz, ein Pantomime, wird zu seinem loyalen Kompagnon. Durch Jenny vom Autoscooter lernt er das schnelle Leben der Kirmes kennen, auch wenn er immer wieder mit ihrem Bruder Mirko aneinandergerĂ€t. Jenny und Ringo haben eine wilde Freundschaft, eine Mischung aus Zuneigung und gegenseitigem Nutzen.
Doch Ringo treibt ein anderes Ziel an: Am Ende der Kirmessaison will er mit seine Tochter Mia auf einem KajĂŒtenboot zur Nordsee schippern.
Mit Charme und entwaffnendem Humor erzĂ€hlt „Rock’n’Roll Ringo“ von einem arbeitslosen Bauarbeiter, der als Amateurboxer auf dem Rummel groß rauskommen will. Fast ausschließlich im „Mikrokosmos Jahrmarkt“ angesiedelt, lebt der Mix aus lokaler Milieustudie, Ruhrpott-Komödie und Familiendrama von seinem exotischen Handlungsort und den schrĂ€gen Charakteren. Rotzig und derbe, dazu mit ordentlich Rheinland-Feeling garniert.
FSK: ab 16

Rock'n'Roll Ringo, DE 2024 Regie: Dominik Galizia mit: Martin Rohde, Larissa Sirah Herden, Charly Schultz, Margarethe Tiesel, Erwin Leder, Peter Trabner, Tuba Seese, 100 Min.

Hier geht es zum Film im Puschkino.

29.09.2024: "Format bei RadioCorax"

PrÀsentiert vom Format Filmkunst e.V. am 29.09.2024 im hr.fleischer-Kiosk am Reileck in Halle (Saale):

Wir werden zwischen 14-16 Uhr live vom hr.fleischer-Kiosk am Reileck auf RADIO CORAX senden! Die Idee ist, dass ihr/wir und auch alle Zuhörerenden und Passant:innen SOUNDTRACKS mitbringen können. Vorzugsweise von Schallplatte, aber eigene WiedergabegerÀte mit Kopfhörerausgang gehen sicher auch.

Hier geht es zur Sendung bei RadioCorax.

22.09.2024: Serendipity featuring "Format Filmkunst e.V."

PrĂ€sentiert von Jan Langhammer: In ihrer nördlichen Innenstadt besitzt die Stadt Halle (Saale) ein kleines Juwel: Die Filmsammlung des Format Filmkunstverleihs. Die Sammlung besteht derzeit aus ĂŒber 19.000 Filmen und stellt damit die grĂ¶ĂŸte Filmsammlung Mitteldeutschlands dar. Sie umfasst vor allem Independent- und Arthouse-Filme, komplette Kollektionen diverser Filmschaffender und besondere cineastische RaritĂ€ten, die sonst kaum mehr zu sehen sind. Da der bisherige Betreiber - Friedemann Fanenbruck - zum Ende des Jahres den Betrieb einstellen wird, hat sich der "Format Filmkunst e.V." gegrĂŒndet, um die Sammlung zu ĂŒbernehmen und sie weiterhin fĂŒr die Öffentlichkeit verfĂŒgbar zu machen. Und so reden wir in dieser Sendung mit Friedemann und mehreren Vereinsmitgliedern ĂŒber Vergangenheit, Gegenwart und vor allem die Zukunft des Filmkunstverleihs im neuen Format.

Hier geht es zur Sendung bei MixCloud.

"Caspar David Friedrich - Grenzen der Zeit"

Ein vielfach preisgekröntes, authentisches Filmdokument ĂŒber den bedeutendsten Maler der deutschen Romantik: Caspar David Friedrich (1774-1840).
Intrigen und Arroganz seiner Zeitgenossen beeinflussten Friedrichs Leben auf tragische Weise. Weil er die Grenzen seiner Zeit ĂŒberschreiten wollte, wurde er von seinen Zeitgenossen, denen seine Bilder zu revolutionĂ€r erschienen, verkannt oder fĂŒr verrĂŒckt erklĂ€rt.
Der Film zeigt die Erlebnisse und Landschaften, die den Maler inspirierten und schildert zugleich welchen Intrigen Friedrich durch seine bornierte Umwelt ausgesetzt war. Der Spielfilm „Caspar David Friedrich -Grenzen der Zeit“ entstand 1986 in Koproduktion mit der DEFA. Dem Regisseur Peter Schamoni ist es gelungen, stimmungsvoll jene Landschaften zu zeigen, die in den GemĂ€lden Friedrichs wiederzufinden sind. Neben RĂŒgen und Greifswald auch die „SĂ€chsische Schweiz“, wohin der Maler immer wieder von Dresden aus reiste.
Der Film wurde mit dem PrÀdikat "Besonders wertvoll" ausgezeichnet, erhielt 1987 den Bundesfilmpreis in Gold und beim Kunstfilmfestival in Montreal den 1. Preis.

Kooperation von Puschkino und Format Filmkunst e.V. - mit einer EinfĂŒhrung von Walter-Martin Rehahn (Kunstbeauftragter des Evangelischen Kirchenkreises Halle-Saalkreis)

Caspar David Friedrich - Grenzen der Zeit, DE 1986, Regie: Peter Schamoni mit: Helmut Griem, Otto Sander, Udo Samel, Lothar Blumhagen, Sabine Sinjen, Hans Peter Hallwachs, Wolfgang Greese, 85 Min.

Stummfilmkonzert "Das Cabinet des Dr. Caligari"

Die Binnenhandlung des expressionistischen Stummfilmklassikers erzÀhlt die Geschichte des wahnsinnigen Dr. Caligari, der mit Hilfe eines Somnambulen (Schlafwandler) namens Cesare eine kleine norddeutsche Stadt in Angst und Schrecken versetzt.
TagsĂŒber prĂ€sentiert Caligari den an einer merkwĂŒrdigen, tranceartigen Krankheit leidenden Cesare auf dem Jahrmarkt. Dort sagt der hochgewachsene, dĂŒrre und blasse Somnambule den Schaulustigen die Zukunft voraus. Des Nachts aber schleicht dieser Sklave Caligaris durch die Stadt und begeht unter dem Einfluss seines Herrn furchtbare Morde. Als eines Nachts ein junger Mann ermordet wird, dem Cesare den nahen Tod prophezeit hatte, ahnt Francis, ein Freund des Toten, dass Dr. Caligari mit der Sache zu tun hat.
Die Rahmenhandlung schafft die Doppelbödigkeit des Films: denn Francis, der die Geschichte von Dr. Caligari erzÀhlte, ist selbst Insasse der Nervenheilanstalt. Wir zeigen die restaurierte Fassung von 2014.

Präsentiert vom Format Filmkunst e.V. „Stummfilm Revolutionen” - Filmreihe, in Kooperation mit der Stadt Halle. Gewidmet unserem im Januar verstorbenen Freund und langjĂ€hrigen Kurator der Reihe, Thomas Jeschner. Musikalische Begleitung von Martin Hanisch an der Bb-Klarinette und dem Saxophon sowie von Albrecht Brandt am Kontrabass.

Das Cabinet des Dr. Caligari, DE 1919, Regie: Robert Wiene mit: Werner Krauß, Conrad Veidt, Friedrich Feher, Lil Dagover, 77 Min.

Stummfilmkonzert "The General"

Zum großen Auftakt laden wir ein zur Präsentation des Vereins Format Filmkunst e.V. und im Anschluss zum Stummfilm mit Live-Musikbegleitung.
FĂŒr viele Kritiker ist "The General" die letzte große Komödie der Stummfilm-Ära, und steht immer noch regelmäßig in den oberen Rängen bei Umfragen nach den besten Komödien ĂŒberhaupt.
Angesiedelt im US-amerikanischen Bürgerkrieg und auf einer wahren Geschichte beruhend, widerspiegelt der Film ein authentisches Stück Zeitgeschichte. Der Filmtitel bezieht sich auf die von Keaton's Filmfigur gefahrene und behütete Lokomotive 'The General', die hier eine der komischsten und rasantesten Verfolgungsjagden der Filmgeschichte abliefert.
Musikalische Begleitung von Martin Hanisch an der Bb-Klarinette und dem Saxophon sowie von Albrecht Brandt am Kontrabass. Martin Hanisch - ist Saxophonist und Klarinettist (Bass und Bb) und studierte an der HfM Carl Maria von Weber Dresden bei Finn Wiesner. Er wirkte bereits an zahlreichen Musikprojekten mit: Unter anderem arbeitet er seit 2005 regelmäßig mit der Pianistin Simone Weißenfels zusammen, war Mitglied des Bimbotownorchesters unter der Leitung von Frank Köllges und spielt Bassklarinette in dem Septett Brandt. Albrecht Brandt - Kontrabassist und Komponist. Er ist Mitbegründer des Jazzkollektivs Halle und Initiator verschiedener Musikprojekte, beispielsweise dem Septett Brandt und dem Duo Eggnog the Nonth. Sein Instrument studierte er von 2017 bis 2022 an der HfM Dresden bei Tom Götze. Seit dem wirkt er wieder in Halle.

The General, US 1926, Regie: Buster Keaton mit: Buster Keaton, Marion Mack, Glan Canvender, Jim Farley, 79 Min.

PRESSE

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In der zukĂŒnftigen Vereinsarbeit werden wir Themen wie die digitale Archivierung und Nutzung eines solchen Archivs natĂŒrlich auch verfolgen.

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